Lauchkuchen und einige Probleme die bei einem Kochbuch aufkommen

Hallo ihr Lieben,

Vor einiger Zeit haben meine Kollegin und ich begonnen auf der Arbeit ein Kochbuch zu schreiben. Da die richtige Auswahl zu treffen ist hat nicht so einfach, denn klar, vegetarische Gerichte habe ich viele schmackhafte, aber die Auswahl der fleisch- und fischhaltigen Gerichte fällt mir doch leider sehr schwer. Es ist tatsächlich so, dass ich bis auf ein, zwei Mal und vielleicht ein drittes Mal aus Versehen in meinem Leben noch nie Fleisch gegessen habe und so tue ich mich schwer zu entscheiden, welche Kombination geht und welche nicht.

Das so etwas wie Salat mit Putenbruststreifen schmeckt, das habe ich schon oft gehört und andere essen sehen und weiß damit das schmeckt, aber bei den meisten anderen Gerichten müssen die Gewürze getestet und bei uns bereits vorhandene Gerichte zum Teil aktualisiert werden. Bei Fisch ist das eigentlich genauso, aber den habe ich zumindest früher gelegentlich mal gegessen und kann vieles besser einschätzen.

Daher haben wir Zuhause nun eine Versuchsküche aufgemacht und kochen uns jetzt durch die Rezepte. Mein Liebster macht sich das Fleisch dazu und ich einfach Tofu. Damit haben wir jetzt letzte Woche angefangen und bereits ganz leckere Sachen ausprobiert – aber auch gemerkt, dass nicht alles so geht wie es in den bestehenden Rezepten beschrieben wird. Puh, ganz schön aufwendig, sag ich euch!

Eines der Rezepte welches unbedingt überarbeitet werden muss ist das des Lauchkuchens – also das Rezept das ich euch heute vorstellen möchte. Der Kuchen war lecker, also das schon mal vorweg, geschmacklich wirklich Top, aber er lag etwas schwer im Magen. Das kann aber auch gut an der Uhrzeit gelegen haben, zu der wir den gegessen haben (gegen neun Uhr am Abend) und ich Ei abends glaub ich nicht so gut vertrage, er war für unser gesundes Kochbuch in der Form auch etwas zu reichhaltig. Aber daran lässt sich ja arbeiten 😉

Vorstellen möchte ich euch das Rezept aber unbedingt trotzdem, weil ich den Boden so super lecker fand und auch die Lauchfüllung.

Habt ihr ein paar Tipps für einen leckeren Lauchkuchen? Der nicht so schwer ist?

Sonst ist der eigentliche Ablauf bei mir, essen kochen, anrichten, fotografieren und dann essen – tja beim Lauchkuchen war es anders, ich wollte die Bilder im Anschluss machen, ausnahmsweise, und dann war es zu dunkel und das Wetter am nächsten Tag so schlecht und der Hunger so groß, dass es mir irgendwie durchgegangen ist. Alles was ich jetzt an Bildern habe, ist ein qualitativ wenig gutes Bild vom Handy und einige Krümmel weil nach dem Hungeranfall einfach alles weg war :-) Ich hoffe ihr verzeiht es mir.

Krümmel auf dem Herd

Und jetzt aber zum Rezept:

Zutaten:
Für: 1 Springform

Belag

  • 1,5 kg Lauch
  • 2 EL Olivenöl
  • 1-2 Knoblauchzehe
  • ½ TL gekörnte Gemüsebrühe
  • 2 Eier
  • 4 EL fettarme Milch
  • 100 g geräucherter Tofu
  • 200 g Gouda
  • Pfeffer und Salz
  •  
     

    Quark-Öl-Teig

  • 100 g Magerquark
  • 5 EL Sonnenblumenöl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 250 g Weizenvollkornmehl
  • 5 EL Wasser
  • 1 Prise Zucker
  • 1 TL Salz
  •  

    Und so wird’s gemacht:

    Lauchtorte

    Den Lauch waschen, putzen und in Ringe schneiden. Das Olivenöl in einer großen Pfanne heiß werden lassen und den Lauch darin andünsten. Den Tofu in Würfel schneiden und kurz mitschmoren lassen. Den Knoblauch pellen, durch die Knoblauchpresse drücken und mit in die Pfanne geben. Die gekörnte Gemüsebrühe dazugeben und abgedeckt 10 Minuten köcheln lassen.

    Inzwischen den Quark, das Öl und Wasser sowie den Zucker und das Salz miteinander verrühren. Das Backpulver unter das Mehl mischen und alle Zutaten zu einem glatten Teig kneten. Eine Springform gründlich einfetten. Den Teig rund ausformen und in die Springform legen. Rundherum einen Rand formen. Die Lauch-Tofumasse einfüllen und gleichmäßig verteilen.

    Die Eier, Milch, Salz und Pfeffer verquirlen und gleichmäßig über die Lauch-Tofumasse geben. Den Käse reiben und über den Lauchkuchen streuen. Bei 200°C Ober-/Unterhitze (180°C Umluft) ca. 45 Minuten lang backen.

    Bon Appétit

    Fazit: Sehr mächtig, aber wirklich köstlich :-)

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