Kochbuchrezension: Leon – Natürlich Fast Food

1 Woche, 1 Kochbuch

Heute starten wir in eine neue Woche 1 Woche – 1 Kochbuch und zwar mit dem Kochbuch „Leon – Natürlich Fast Food – Ehrlich. Einfach. Gut.“ (Alles zur Aktion „1 Woche – 1 Kochbuch“ findet ihr, wenn ihr auf das Logo klickt!)

Vor einigen Wochen, eigentlich schon Monaten, wurde mein Freund zur Verlagsprogramm-Vorstellung vom Dumont-Verlag eingeladen. Leider lag ich an diesem Tag ziemlich krank im Bett und konnte ihn nicht begleiten. Als er spät abends wieder kam, berichtete er sehr begeistert von seinen Eindrücken (hier) und schwärmte auch von den Köstlichkeiten welche serviert wurden. Diese stammten aus einem Kochbuch, das es einer der Damen vom Verlag – und nun auch mir – sehr angetan hatte. Ein paar Mal nachfragen einen Blick ins Internet später war ich bereits in das Buch (ohne viel zu wissen) etwas verliebt. Es ist ein Fast Food-Kochbuch, aber nicht im Sinne von ungesundem schnellen Essen, sondern im Sinne von schneller, ansprechender, köstlicher Küche.

Autor:
Henry Dimbleby, John Vincent
Verlag (D):
Dumont-Buchverlag
ISBN: 
978-3-8321-9368-3
Preis:
29,99 €
Genre:
Themenkochbuch

 
 
 

Aufbau des Buches

Das Kochbuch ist in drei Kategorien aufgeteilt.

Buchcover Leon

1) Fast Food: Die Rezepte sind alle in unter 20 Minuten zuzubereiten und das Kapitel beginnt mit einer Vielzahl an guten Ratschlägen, um die Zubereitung zu verkürzen (bspw. richtig schneiden und schälen). Die Rezepte bieten eine große Bandbreite vom schnellen Frühstück, über ein leckeres Mittagessen, Teatime oder Kochen mit Kindern bis hin Desserts. Von allem ist etwas dabei und da wird jeder Geschmack fündig werden.

2) Slow Fast Food: Dieses Kapitel beschäftigt sich mit dem langsamen Garen, dem Schmorbraten, der Konservierung oder dem Snack aus dem Kühlschrank. Da war für mich als Vegetarier jetzt nicht ganz so viel dabei, da es hier überwiegend um fleischhaltige Gerichte geht. Besonders eben beim langsamen Garen bzw. Schmoren. Beim Konservieren bin ich hingegen wieder fündig geworden – bspw. bei den getrockneten Tomaten.

3) Bonus Features: Hier findet ihr einige Cocktails, einiges was hinter den Kulissen geschieht und auch über natürliche Ernährung. Leckere Rezepte und interessantes leicht verdaulich geschrieben.

Zum Schluss gibt es natürlich auch noch ein Rezepte-Index.

Hier geht es zu einer Leseprobe

Rezension

An jedem Tag in dieser Woche werdet ihr ein Rezept aus dem Buch gezeigt bekommen, das es mir persönlich sehr angetan hat. Ich kann schon einmal sagen, dass alles, was ich bis jetzt probiert habe, mir sehr gut geschmeckt hat. Aber das nur schon einmal vorweg 😉

Party-Food

Ich weiß gar nicht so genau wo ich bei dem Buch anfangen soll, denn es ist eigentlich rundum wunderbar. Wenn man sich das Buch anschaut, dann ist es in einem sehr ansprechenden Retro-Stil gehalten. Ich musste sofort an Hippies, glückliche Kindheit und ein buntes und vor allem köstliches und glückliches Leben denken; an Natur, ehrliche Rezepte, gute Lebensmittel und köstliche Gerichte. Das denke ich jedes Mal wenn ich das Buch in die Hand nehme und hinein blättere. Aber da liegt auch ein klein wenig der Haken des Buches, zugegebenermaßen fast der einzige, denn es ist an mancher Stelle etwas zu viel des Guten mit den Bildern, es sind manchmal zu viele Bilder und Impressionen, so dass die Rezepte etwas in den Hintergrund geraten und besonders bei den Party-Rezepten ist es ein wenig anstrengend, die Rezepte zu lesen. Dies fällt vermehrt auf den Seiten auf, wo nicht nur ein Rezept auf der Seite ist, sondern mehrere kleinere. Besonders bei den Rezepten, welche jeweils eine Seite für das Rezept spendiert bekommen haben und eine weitere Seite für die entsprechenden Bilder, finde ich die Auswahl sehr ansprechend und sie machen Lust zum Nachkochen.

Kochen mit Kindern

Was mir an dem Buch auch sehr gut gefällt, ist, dass es nicht nur zum Nachkochen anregt, sondern auch dazu, seine Fantasie selbst etwas anzuregen. Dies ist natürlich nicht immer toll (gerade wenn man einfach nur ein schnelles Gericht sucht), aber wenn man sich mit ein bisschen Zeit darauf einlässt, kann man aus dem Buch wunderbare Zusammenstellungen kreieren, da an einigen Stellen nur Komponenten präsentiert und erläutert werden und jeder selbst sich eine weitere Beilage aussuchen kann. Beispielsweise gab es bei uns Süßkartoffeln, gefüllt mit Toskana-Bohnen und Salbei (nach jeweils einem Rezept aus dem Buch). Aber dies ist nur bei einigen der vielen Rezepte der Fall, es gibt auch ausreichend Rezepte, welche keinerlei weitere Kreativität benötigen, was natürlich oft auch so seine Vorteile hat :-) . Grundsätzlich empfinde ich das Buch jedoch eher als Richtlinie und weniger als festes Werk, bei dem es wichtig ist jede Komponente genau in der angegebenen Menge zu verwenden. Im Gegenteil wird viel Wert darauf gelegt auch Alternativen aufzuzeigen und Tipps zu geben wie es auch schmecken könnte, oder welches Toppic sehr gut passen würde (beispielsweise bei Nudeln oder Suppen).

Für alle Vegetarier sei jedoch gesagt, dass das Leon-Kochbuch leider doch recht fleischlastig ist, aber wenn man von den ganzen Schmor- und Slow-Food Rezepten einmal absieht, lassen sich die meisten Rezepte auch ohne Schwierigkeiten umwandeln und vegetarisch zubereiten.

Fazit: Abschließend kann ich wirklich sagen, dass es mir das Buch wirklich angetan hat. Ich habe einiges probiert bereits und bin von allem begeistert gewesen (bis auf ein Rezept, aber davon werdet ihr die Woche noch lesen und vor allem von den Hintergründen) und kann dieses Buch rundweg nur weiterempfehlen!

Folgende Rezepte erwarten euch in der kommenden Woche, nur nicht unbedingt in dieser Reihenfolge :-) :
1. Erdbeerschorle
2. heißer Halloween-Punsch
3. gefüllte Süßkartoffeln mit Toskana-Bohnen und Salbei
4. Tsatsiki
5. Apples Amaretti-Himbeer-Creme
6. Penne mit Erbsen und einem Knoblauch-Mandel-Topping
7. Spaghetti Puttanesca
8. Türkischer Mandel-Dip

9 von 10 schnelle Rezepte-Punkte

ps: Bei den einzelnen Rezepten werde ich auch noch mal etwas ausführlicher auf das Buch eingehen.

Wenn das Buch dein Interesse geweckt hat, dann bestelle doch über den Link und unterstütze damit die Kochwelt (natürlich für dich ohne Aufpreis)!

Das Kochbuch wurde mir sehr netterweise vom Verlag zur Rezension zur Verfügung gestellt. Trotz dieser freundliche Geste bleibt meine Meinung aber natürlich vollkommen unberührt.

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