Selbstversuch: 30 Tage Vegan – Fazit

Was für eine Woche… Das Fazit war schon fast fertig und dann war auf einmal keine Zeit mehr… keine Zeit zum weiter schreiben, keine Zeit zum Kochen, keine Zeit für irgendetwas. Glücklicherweise war es schöner Stress und jetzt hat er etwas abgenommen und ich will endlich mein Fazit fertig bekommen :-) Ich denke sehr positiv an die vergangenen dreißig Tage zurück und bin stolz auf mich, wie gut ich diese durchgehalten habe und auf das, was sich verändert hat. Es waren spannende und auch etwas anstrengende Tage, aber jetzt stellt sich natürlich die Frage, was nehme ich aus der Zeit mit und wie geht es weiter? Da jetzt ja schon eine Weile vergangen ist seit der Challenge, kann ich dazu schon mehr sagen.

Positiv an den letzten Wochen war vor allem, dass ich mehr Sport gemacht habe als quasi in den letzten Jahren zusammen. Ich war schwimmen, walken (weil mein Knie leider seit Monaten kaputt ist – joggen geht da nicht) und habe Bauch-, Beine- Po-Übungen durchgezogen. Und der Erfolg gibt mir recht, ich habe einiges abgenommen und fühle mich fitter. Ich bin noch nicht zufrieden, aber mir war auch zuvor klar, dass ich nicht alles abnehmen werde in der Zeit, bis ich dort bin wo ich hinkommen möchte. Aber es ist mehr als ich gedacht habe :-) das finde ich natürlich sehr erfreulich, denn so habe ich einen nicht mehr ganz so langen Weg vor mir und gehe sehr motiviert aus der Challenge raus.

Aber kommen wir zur Ernährung. Die Tage waren vegan UND Kohlenhydratarm, das habe ich ja schon erzählt.

Vegan zu leben fiel mir recht leicht und nach einer kurzen Eingewöhnungsphase hat es wirklich gut funktioniert. Aber neben der für mich doch neuen Ernährung auch noch auf Kohlenhydrate zu verzichten fiel mir wirklich schwer. Denn es geht nichts über gutes Brot und leckere Nudeln… Das hat mir in den letzten Wochen sehr gefehlt.

An die meisten anderen „neuen“ Lebensmittel habe ich mich recht schnell gewöhnt und zum Teil großen Gefallen daran gefunden. Hierzu zählt Soja-Joghurt – Natur schmeckt er mir immer noch nicht, aber die Vanille-Variante oder auch der Furchtjoghurt schmecken quasi genauso lecker wie „normaler“ Joghurt. Was mir aber wirklich gut schmeckt ist die Hafermilch und auch die Reismilch habe ich absolut für mich entdeckt. Super lecker! Was ich auch neu entdeckt habe sind Zucchini-Nudeln (da habe ich ja die Tage auch schon ein Rezept gebloggt). Für eine schnelle Mahlzeit absolut perfekt, denn es geht fast noch schneller, als wenn man normale Nudeln macht und gut aussehen und schmecken tut es auch noch.

Etwas, das mir in der Zeit aufgefallen ist, ist dass das Sättigungsgefühl ein ganz anderes ist. Ich war immer satt nach dem Essen aber nicht so wie wenn ich sonst esse. Das war eine sehr spannende Erkenntnis. Ich fühle mich leichter wenn ihr vielleicht wisst was ich meine… Die erste Woche fand ich sehr schwer weil ich noch nicht so richtig wusste was ich essen soll, wenn ich unterwegs bin und wie ich es schaffen soll, meinen Tagesbedarf gescheit mitzunehmen etc. Aber nach der ersten Woche hatte es sich schon ganz gut eingespielt.

Dauerhaft und endgültig vegan leben werde ich erst einmal nicht, aber ich möchte es doch mehr in meinem Alltag beachten und mehr Produkte ersetzen. Es ist tatsächlich fast wie ein kleiner Neuanfang in Sachen Ernährung. Weder Schokolade noch sonstige Süßigkeiten, welche ich sonst doch recht häufig genossen habe, haben mir in der Zeit gefehlt und ich habe nicht das Bedürfnis welche zu kaufen. Und auch an den ungesüßten Tee habe ich mich wieder gewöhnt.

Etwas worauf ich gerade aber auch absolut keine Lust habe sind Eier – gerade wenn man von den ganzen Ei-Skandalen hört und dass bei den Bio-Eiern, da vergeht einem doch wirklich die Lust welche zu essen. Naja gut, wenn ich das nächste Mal etwas backe, werde ich bestimmt wieder welche kaufen, aber erst einmal brauche ich dies nicht. Ich bin froh über die Erfahrung und stolz auf mich, dass ich es so gut durchgehalten habe. Ich möchte noch ein wenig weitermachen mit der Diät und noch einige Kilos abnehmen und dauerhaft mehr Sport machen. Obwohl, wenn ich das so nenne, dann habe ich schon keine Lust mehr^^ also ich möchte mehr schwimmen, weil das macht mir Spaß und dass ich es geschafft habe, vor ein paar Tagen sechzig Crunches am Stück zu machen war auch echt super!

Also abschließend:
Vegan zu leben war eine weniger schwere Umstellung als ich dachte, aber Kohlenhydratarm ist für mich keine dauerhafte Lebensweise. Es ist jedoch ein spannender Selbstversuch und gibt sozusagen die Chance für einen Neustart. Längerfristig solltet ihr das aber nur unter Kontrolle eurer Blutwerte machen. Ich habe zu Beginn auch meine Blutwerte kontrollieren lassen und dabei kam auch ein kleiner Mangel zum Vorschein. Und auch beim Umstieg kann es immer wieder zu Mangelerscheinungen kommen. Also macht es nicht ohne Kontrolle, das ist wichtig.
So, das wäre es als erstes von mir als Fazit zu dreißig veganen Tage. Es war super und eigentlich ist es das auch immer noch, aber nicht mehr so streng. Es gibt jetzt immer mal wieder doch die ein oder andere Abweichung von veganer Ernährung; also sagen wir mal 80% vegan, 20% vegetarisch.

Ich wünsche euch einen schönen Abend.

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