Der zweite Advent im Bären Weihnachtsland


Hallo ihr Lieben,

ich wünsche euch einen schönen zweiten Advent. Ich bin ganz stolz, dass ich euch heute den zweiten Teil der Adventsgeschichte aus der Kooperation Medienjournal und Kochwelt präsentieren darf. Jetzt wünsche ich euch viel Spaß beim Lesen und vielleicht ja auch beim Nachbacken.

Im Bären-Weihnachtsland

den erste Teil der Geschichte findet ihr hier: Im Bären-Weihnachtsland I

den dritten Teil der Geschichte findet ihr hier: Im Bären-Weihnachtsland III

den vierten Teil der Geschichte findet ihr hier: Im Bären-Weihnachtsland IV

Eine Woche war im Bärental vergangen und das kleine Bärchen war tagein tagaus mit Papa Bär in der Weihnachtsbäckerei gewesen. Das Wetter blieb weiterhin trüb und der Himmel verhangen, so dass immer noch keine rechte Weihnachtsstimmung aufkommen wollte, weil wirklich jeder im Tal auf den obligatorischen, ersten Schneefall wartete und langsam begannen sich die Einwohner zu fragen, ob es in diesem Jahr tatsächlich keinen Schnee zum Fest geben sollte. Die Laune des Bärchens blieb dementsprechend ebenfalls getrübt und so blickte es verdrießlich aus dem Fenster in den Nebel, während es mit Mama Bär einmal mehr in der Teestube saß und diese versuchte, ihm Geschichten zu der vergangene Woche zu entlocken.

„Erzähl doch mal, wie war es mit deinem Vater auf der Arbeit? Ihr ward immer so lange unterwegs, dass ich euch abends ja kaum zu Gesicht bekommen habe.“

„Ach, wir haben Plätzchen gebacken, hunderte und aberhunderte von Plätzchen, mit Schokoglasur, mit Zuckerkügelchen, mit Mandelsplittern, mit Kokosflocken, Kakaopulver und allerlei anderen Dingen.“

„Na aber das hört sich doch super an“ spornte Mama Bär ihn an.

„Ja, es war auch nicht schlecht und naschen durfte ich, soviel ich wollte.“ erklärte das Bärchen ihr, „außerdem durfte ich Papa beim Pralinen machen helfen und wir haben Zuckerstangen gemacht und Maronen.“

„Maronen? In der Weihnachtsbäckerei?“ fragte die Mama erstaunt, „davon hat mir Papa Bär überhaupt nie erzählt, das wusste ich nicht.“

„Doch, in der Weihnachtsbäckerei machen sie alles, was man zu Weihnachten gerne isst, es ist ein riesiges Gebäude!“

Und da hatte das Bärchen gar nicht Unrecht, denn die Weihnachtsbäckerei im Bärental war tatsächlich das größte Unternehmen am Ort. Zahllose Bären schufteten ein um den anderen Tag unter der Führung Papa Bärs, um für das Weihnachtsfest die wohlschmeckendsten, köstlichsten Leckereien zu zaubern und es war ein angesehener Job, als Konditor oder Pâtissier beschäftigt zu sein. Es gab noch viele andere Beschäftigungen im Bärental, sei es als Rentier-Dresseur, als Spielzeug-Konstrukteur, als logistischer Berater oder natürlich als Pilot bei den Vertriebsbären, aber so gut wie niemand, war so beneidet und geachtet, wie die Mitarbeiter der Weihnachtsbäckerei.

Nichtsdestotrotz wollte das kleine Bärchen nicht den Posten seines Vaters übernehmen, ihm schwebte etwas anderes vor, etwas neues, doch was genau, konnte er nicht recht benennen.

„Bärchen, mir scheint, dass du eine spannende Woche hinter dir hast.“ unterstellte die Mama.

„Es war schon spannend und es hat Spaß gemacht, die ganze Woche naschen zu dürfen was ich wollte, aber ich möchte nicht Papas Job übernehmen. Es ist einfach nichts für mich der Weihnachtskonditormeister zu werden.“

„Aber Bärchen, wie oft haben wir das schon besprochen? Es ist deine Bestimmung und eine hohe Ehre!“ versuchte die Mama ihn erneut umzustimmen.

Das Bärchen blieb stumm und schaute traurig und Mama Bär spürte, dass es ihm nicht behagte, in die Fußstapfen von Papa Bär treten zu sollen. Um das kleine Bärchen nicht noch weiter zu frustrieren und einen Streit zu riskieren, versuchte sie ein anderes Thema anzuschneiden.

„Wo ist eigentlich dein Papa? Schläft er noch?“ fragte sie, wenngleich es schon nach Mittag war und Mama Bär schon wieder dabei war, eine zweite Kanne Tee aufzusetzen.

„In der Weihnachtszeit bekomme ich ihn ja kaum zu Gesicht, so viel ist immer zu tun und so lang muss er immer arbeiten. Und wenn er daheim ist, dann schläft er die meiste Zeit.“

„Wir Bären schlafen ja auch viel, auch wenn es nicht stressig ist.“ erklärte das Bärchen.

„Da hast du natürlich Recht mein Schatz, trotzdem schläft er unglaublich viel.“

„Vielleicht liegt es ja auch am Wetter.“

„Das Wetter schlägt dir aufs Gemüt, nicht wahr mein Liebes?“

„Ja, ich meine es ist doch komisch, dass es immer noch nicht geschneit hat. Und ständig dieser Nebel, nie sieht man die Sonne. Und bald ist schließlich schon Weihnachten.“

„Ich weiß auch nicht was los ist, aber du musst dir keine Gedanken machen!“ erklärte die Mama dem Bärchen ohne rechte Überzeugung. Es verhielt sich tatsächlich so, dass im Bärental der Schnee just zum ersten Advent Einzug hielt und nicht mehr verschwand bis zum Heiligabend. Mittlerweile war der zweite Advent und immer noch keine einzige Flocke in Sicht. Die Bären im Tal waren alle mehr als beunruhigt, doch den Kindern zuliebe tat jeder so, als ob nichts dabei wäre und man sich keine Sorgen machen brauche.

„Aber da war noch etwas“ sagte das Bärchen.

„Noch etwas? Wie meinst du das Bärchen?“ fragte Mama Bär neugierig.

„Während wir in der Weihnachtsbäckerei waren. Anfangs war alles schön und lustig, aber irgendwann, da fühlte ich mich richtiggehend beobachtet. Das war komisch.“

„Naja, du bist ja auch immerhin der Sohn ihres Chefs. Kein Wunder, dass sie ein Auge auf dich hatten.“

„Nein, das war irgendwie anders, aber Papa wollte mir auch schon nicht glauben.“

„Apropos“, sagte Mama Bär, „so langsam könnte dein Papa mal aufstehen. Magst du nach ihm sehen?“

„Klar, Mama, mach ich sofort“ antwortete das Bärchen und hüpfte von seinem Stuhl, um die Teestube zu verlassen und Papa aus dem Bett zu schmeißen, doch in just jenem Augenblick öffnete sich die Türe und Papa Bär trat ein.

„Junge, was hast du bloß wieder angestellt“ eröffnete er seufzend das Gespräch.

„Wieso, was ist denn los?“ fragten Mama Bär und das Bärchen.

„Das weiß ich nicht“, sagte Papa Bär, „aber es wird keine Kleinigkeit sein. Bärchen, der Schneekönig möchte dich sprechen!“

Weiter geht es am dritten Advent!
Rosen-Schoko-Herzen

Rezept: © | 4/2011 | Mini Extra

Für ca. 20 Stück braucht ihr:

  • 125g Schlagsahne
  • 200g weiße Schokolade
  • 3-5 EL Kakaopulver
  • 50g Speisestärke
  • 1 TL Backpulver
  • 150g Butter oder Margarine
  • 75g Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 1 Ei (Größe M;
    und wer dies austauschen möchte nimmt noch etwa
    1 TL mehr Stärke)
  • 1 Prise Salz
  • gehackte Pfingstrosenblüten

Und so wird´s gemacht:
1. Keksfüllung vorbereiten
2. Teig vorbereiten
3. Kekse ausstechen und Backen
4. Füllen und Verzieren der Kekse

Keksfüllung vorbereiten

Für die Creme erwärmt ihr zuerst die Sahne und schmelzt darin 150g der weißen Schokolade. Ist sie flüssig, gebt ihr sie in eine Rührschüssel und stellt sie für 2 Stunden kalt.

Teig vorbereiten

Zuerst siebt ihr das Mehl, den Kakao, die Stärke und das Backpulver in eine Rührschüssel und vermengt es. Im Anschluss gebt ihr die Butter (am besten in kleinen Flocken), den Zucker und den Vanillezucker, das Ei und das Salz hinzu und verrührt die Zutaten zu einem glatten Teig. Den Teig wickelt ihr nun in Folie und lasst ihn etwa 30 Minuten ruhen.

Kekse ausstechen und Backen

Nun könnt ihr den Teig auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche ausrollen (sonst bekommt ihr die Kekse sehr schlecht wieder von der Platte herunter) und in eurer Wunschform ausstechen. Dabei solltet ihr jedoch bedenken, dass es Doppeldecker-Kekse werden und sich da komplizierte Formen nicht so gut anbieten. Beim Ausstechen sollten etwa 40 Stück herauskommen. Die ausgestochenen Kekse verteilt ihr auf zwei mit Backpapier ausgelegte Backbleche. Ich habe mich für Herzen entschieden und brauchte sogar drei Bleche. Die Bleche können nun nacheinander in den Backofen und dort im vorgeheizten Backofen bei Umluft 175°C oder E-Herd 200°C ca. 8 Minuten gebacken werden.

Füllen und Verzieren der Kekse

Bevor ihr die Creme auf den Keksunterhälften verteilt, sollten diese auskühlen. In der Zeit könnt ihr die Creme aus dem Kühlschrank holen und mit dem Schneebesen des Handrührers aufschlagen. Dann füllt ihr sie in einen Spritzbeutel und verteilt sie auf die Unterseiten der Hälfte aller Kekse. Die andere Hälfte könnt ihr dann auf die Unterseite setzen. Zur weiteren Verzierung der Kekse schmelzt ihr die noch übrigen 50g Schokolade, füllt auch diese in eine Spritztüte und verziert damit die obere Hälfte der Kekse. Zum Schluss könnt ihr nun noch die Blütenblätter verteilen und ein wenig auf der Schokolade festdrücken. Alternativ, wenn ihr keine Blüten habt, könnt ihr auch Schokoladen-Kaffeebohnen nehmen oder kleine Herzen oder auch einfach die Verzierung so lassen.

An einem kühlen Ort solltet ihr nun die Creme fest werden lassen.

Bon Appétit

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