Mein kleines Gewürzlexikon V: Chili

Gewürze aus Wien

CHILI – CAPSICUM

Familie:
Nachtschattengewächse, Solanaceae

Die Urmutter ist die Capsium tepin, von ihr stammen alle Chilischoten, die Gewürzpaprika und Gemüsepaprika ab.

Synonyme:
Chilli, Chile, Peperoni, Pfefferoni, Peperonici, Pfefferschote

Herkunft:
Ursprünglich kommt der Chili aus Mittel- und Südamerika. Heute kann die Chilipflanze überall kultiviert werden.

Verwendungsform:
Verwendet wird die Frucht frisch oder getrocknet. Getrocknet wird sie zerstoßen oder gemahlen angeboten.

Merkmale:
In der Regel sind die Früchte rund oder spitz zulaufend, je nach Sorte. Die Chilifrucht ist in verschiedenen Farben zu bekommen. Diese ist vom Reifegrad abhängig. Die Farbe geht über grün, gelb zu rot über. Zum Würzen können auch schon die grünen Früchte verwendet werden, sie haben einen besonders hohen Gehalt an Capsaicin, Vitamin C und Provitamin A.

Wirkung:
Die Aufnahme von Chili wirkt kreislaufanregend. Er wirkt als ein Bakterizid. Bei hoher Dosierung wirkt er schweißtreibend.

Aroma:
Je nach Sorte ist er feurig bis würzig scharf.

Verwendung:
Besonderen Anklang findet der Chili in der asiatischen und thailändischen Küche. Aber auch wird er gerne für lateinamerikanische, mexikanische, karibische sowie in Südstaaten-Gerichten eingesetzt und gibt ihnen die richtige Schärfe.

Einkauf:
Chili ist in jedem gut sortierten Supermarkt frisch oder im Glas eingelegt zu bekommen. Chilipulver ist meist bei den Gewürzen zu finden. Je nach Sortenwunsch muss jedoch gegebenenfalls ein Gewürzhaus aufgesucht werden.

Lagerung:
Im Gemüsefach des Kühlschranks hält er sich mehrere Wochen. Getrocknete Schoten bleiben mehrere Jahre aromatisch, wenn sie trocken und dunkel gelagert werden.

Küchentipps:
Auf Grund der Schärfe tragt ihr beim Putzen und Hacken von Chili am besten Handschuhe oder wascht euch direkt nach dem Kochen gründlich die Hände. Je kleiner die Sorte ist, desto schärfer ist er im Geschmack. Ebenfalls ist es so, dass die getrocknete Frucht schärfer als die frische ist. Die kleinen Kerne sind entscheidend für die Schärfe. Wer eine mildere Schärfe haben möchte sollte die Kerne und die Scheidewände entfernen.

WICHTIGER HINWEIS:
Bei offenen Wunden im Rachenraum, der Speiseröhre und dem Magen-Darm-Trakt sollte Chili nicht gegessen werden. Kleinste Wunden, die mit Chili in Berührung kommen, lassen sie höllisch scharf brennen.


Alle weiteren Rezepte findet ihr hier:

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